Next GenerationEU: EU unterstützt Arbeitsmarkt in Ostbelgien

1 Million Euro fließen in den Europäischen Sozialfonds in Ostbelgien

In Belgien stellt die EU 1 Million Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für die Deutschsprachige Gemeinschaft zur Verfügung. So können Arbeitslose noch besser bei der Jobsuche unterstützt werden.

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In Belgien stellt die EU zusätzlich 1 Million Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für die Deutschsprachige Gemeinschaft zur Verfügung. Auf diese Weise können Arbeitslose unterstützt werden, die allgemein aber insbesondere auch während der Covid-19-Krise Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden. Dies betrifft auch junge Menschen ohne Sekundarschul- oder Ausbildungsabschluss und Langzeitarbeitslose. Die zusätzlichen Mittel stammen aus der EU-Initiative REACT-EU.

Was ist REACT-EU?

Die EU-Kommission hat die Initiative „REACT-EU“ lanciert. Sie steht für Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas). Ziel der Initiative ist es, die EU-Mitgliedstaaten bei der Krisenbewältigung in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zu unterstützen und somit auf eine stabile Erholung der Wirtschaft vorzubereiten.

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REACT-EU ist Teil von NextGenerationEU und stellt für die EU-Mitgliedstaaten
in den Jahren 2021 und 2022 zusätzliche Mittel in Höhe von 50,6 Milliarden Euro für kohäsionspolitische Programme bereit. Die Maßnahmen zielen darauf ab, in Folge der Covid-19-Krise die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes zu stärken, Arbeitsplätze, KMU und Familien mit niedrigem Einkommen zu unterstützen sowie zukunftssichere Grundlagen für einen grünen und digitalen Übergang und eine nachhaltige sozioökonomische Erholung zu schaffen.

Mit REACT-EU wird das bestehende ESF-Programm der Deutschsprachigen Gemeinschaft des EU-Finanzrahmens 2014-2020 durch zusätzliche Mittel aus dem EU-Haushalt aufgestockt.

Wofür soll REACT-EU genutzt werden?

Die Deutschsprachige Gemeinschaft wird die zusätzlichen Mittel nutzen, um die Erhöhung der AktiF- und AktiF Plus-Beschäftigungsförderung im Rahmen der Covid-19-Krisenbewältigung zu finanzieren.

AktiF und AktiF Plus ist eine Beschäftigungsförderung, die Arbeitgeber finanziell unterstützt, wenn diese Personen einstellen, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Das Monitoring der ostbelgischen Wirtschaft zeigt, dass in Krisenzeiten die AktiF- und AktiF Plus-Zielgruppen besonders schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufweisen und sich somit aktuell in einer prekären Situation befinden.

Aus diesem Grund hat die Deutschsprachige Gemeinschaft im April 2020 im Rahmen des Krisendekrets beschlossen, die AktiF- und AktiF Plus-Zuschüsse zu erhöhen. Diese Maßnahme soll die wirtschaftlichen Kriseneffekte abfedern, Anreize nach der Corona-Krise schaffen, um neue Mitarbeiter einzustellen, und somit auf eine stabile Erholung der Wirtschaft vorbereiten.

Was ist die AktiF- und AktiF Plus-Beschäftigungsförderung?

 

Wenn Arbeitgeber Personen einstellen, die auf unserem Arbeitsmarkt benachteiligt sind, werden sie durch die AktiF - oder AktiF Plus-Zuschüsse finanziell unterstützt.