Projektberichte

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DUOday: Inklusion fängt mit einem DUO an!

Am 24. März fand in ganz Belgien der nationale DUOday statt

Das Konzept ist ganz einfach: Betriebe öffnen einem Praktikanten mit Behinderung ihre Türen. Während eines Tages nimmt der Praktikant möglichst aktiv an den üblichen Aufgaben eines Mitarbeiters teil.

Im Interview mit Praktikantin Simone M.

"Frau M. warum haben Sie am DUOday teilgenommen?"

"Ich bin zurzeit arbeitsuchend und möchte neue Möglichkeiten kennen lernen. Das Angebot in der Raumpflege des Seniorenheims in Bütgenbach interessierte mich ganz besonders."

"Wie war dieser Tag für Sie?"

"In der ersten Stunde war ich sehr gestresst und hatte Angst, etwas falsch zu machen. Meine DUO Kollegin hat mich jedoch schnell beruhigen können, sie war sehr nett und ruhig. Gemeinsam mit ihr konnte ich meine Aufgaben gut erledigen. Ich weiß jetzt, dass ich diesen Beruf erlernen kann."

"Warum möchten Sie eine Arbeitsstelle erhalten?"

"Um aus dem Haus und unter Leute zu kommen und etwas zu tun zu haben. Natürlich auch, um wieder mein eigenes Geld zu verdienen."

"Wie geht es nach dem DUOday weiter?"

"Das Seniorenheim hat mir angeboten, bei ihnen eine Ausbildung in der Raumpflege zu machen. Ich bin begeistert. Damit hatte ich nicht gerechnet! Ich freue mich schon sehr darauf!"

Auch Herr Laurent Renson nahm am DUOday teil - jedoch als Arbeitgeber

Er empfing in seiner "Conserverie & Moutarderie" in Raeren einen Praktikanten mit Behinderung. Dort dauerte der DUOday sogar eine ganze Woche.

"Herr Renson, aus welchen Gründen haben Sie am DUOday teilgenommen?"

"Ein Bekannter meines Bruders hat uns vorgeschlagen, mitzumachen. Wir fanden die Idee gut und haben uns angemeldet."

"Wie ist der DUOday gelaufen?"

"Sehr gut. Steve, unser Praktikant, hat gute Arbeit geleistet. Er war sehr motiviert und lernfähig. Man merkte gar nicht, dass er eine Behinderung hat. Für uns gab es keinen Unterschied zu den anderen Angestellten."

"Wie geht es jetzt weiter?"

"Wir können uns gut vorstellen, Steve ein längeres Praktikum bzw. eine Ausbildung bei uns anzubieten. Es hängt jedoch von der Arbeitslage und den Aufträgen ab, die wir in den nächsten Wochen und Monaten haben werden. Wir möchten ihm etwas Vernünftiges anbieten. Ohne Zukunftsperspektive macht eine Ausbildung wenig Sinn."

"Was hat der DUOday Ihnen gebracht ?"

"Das war eine sehr gute Erfahrung für mich. Ich war positiv überrascht, wie schnell er sich eingearbeitet hat. Auch die Mitarbeiter waren mit seiner Arbeit zufrieden. Einfacher hätte es nicht gehen können."

"Würden Sie anderen Arbeitgebern empfehlen, am DUOday teilzunehmen?"

"Auf jeden Fall. Solche Initiativen muss man unterstützen. Erfahrungen sammeln ist immer gut. Wer es nicht versucht hat, kann nicht wissen, wozu es führen kann."

"Was wäre Ihre Schlussfolgerung?"

"Der DUOday war eine sehr positive Überraschung. Sollte ich demnächst Personalbedarf haben, so werde ich sehr gerne auf Steve zurückgreifen. Die Behinderung macht überhaupt keinen Unterschied. Ich kann nur Positives über diese Erfahrung sagen.

"Werden Sie beim nächsten DUOday wieder mitmachen?"

"Auf jeden Fall. Das werde ich mir nicht entgehen lassen!"