Interreg VA Großregion

Was ist Interreg?

Herausforderungen machen nicht an den Grenzen halt. Interreg fördert Projekte, die sich dieser Herausforderung annehmen und grenzüberschreitende Lösungen erarbeiten. Interreg ist ein Instrument der Europäischen Regionalpolitik und ein Synonym für die Europäische territoriale Zusammenarbeit.

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Interreg A sind die Programme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Grenzregionen. Europaweit gibt es 53 verschiedene INTERREG A Programme. Die Deutschsprachige Gemeinschaft beteiligt sich an zweien: Euregio Maas-Rhein und Großregion.

Interreg VA in der Großregion

Das Programm INTERREG VA Großregion möchte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit intensivieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Partner aus den verschiedenen Gebieten der Großregion gemeinsam lokale und regionale Projekte umsetzen.

Die Möglichkeit, Förderungen durch das Interreg V-A Programm der Großregion zu erhalten, haben neben den Organisationen und Unternehmen aus Ostbelgien folgende: Organisationen und Unternehmen aus Teilen der Wallonie, Luxemburg, Teilen von Rheinland-Pfalz sowie aus Teilen des Départements Grand-Est in Frankreich.

Die aktuelle Programmperiode erstreckt sich von 2014 bis 2020. Insgesamt verfügt das Interreg VA Programm für die Großregion über 139,8 Mio. Euro. Hinzu kommt die gleiche Summe, die die Projektpartner als Ko-Finanzierung aufbringen müssen.

Die am Interreg VA Programm teilnehmenden Regionen verfassen gemeinsam ein sogenanntes Operationelles Programm, das von der Europäischen Kommission genehmigt werden muss.

Das Operationelle Programm für die aktuelle Förderphase wurde am 15.Dezember 2015 genehmigt und enthält die Inhalte und Schwerpunkte des Interreg V-A Programms der GroßregionCopyright: Alexandra Weckwerth, EVTZ Interreg IVA Großregion

Ziele und Schwerpunkte

Das Operationelle Programm gliedert sich in vier Bereiche, die sogenannten „Prioritätsachsen", die hier nur verkürzt wiedergegeben werden:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Großregion und der kleinen und mittelständischen Unternehmen durch Forschung, Innovation und technologische Entwicklung
    Gefördert werden Projekte, die die grenzüberschreitenden Rahmenbedingungen verbessern oder die Innovations- und Forschungskapazitäten stärken.
    Es werden Maßnahmen unterstützt, die die Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung ankurbeln oder Synergien zwischen Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungszentren sowie dem Hochschulsektor fördern.
    Zudem werden Investitionen in die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, Technologietransfer, soziale Innovation, Öko-Innovationen, öffentliche Dienstleistungsanwendungen, Nachfragestimulierung, Vernetzung und Cluster unterstützt.
    Ein weiterer Bereich fördert die Erarbeitung von neuen oder verbesserten Dienstleistungen für KMU, die diese dabei unterstützen zu expandieren und grenzüberschreitend tätig zu werden.
  • Nachhaltige Entwicklung als Wachstumsmotor der Großregion
    Ziel ist es, die Großregion attraktiver zu gestalten und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern. Dazu investiert das Programm in grenzüberschreitende Umweltschutzmaßnahmen und Projekte, die dazu beitragen das Natur- und Kulturerbe des Kooperationsraums zu bewahren, zu schützen und zu entwickeln. 
    Darüber hinaus werden territoriale Entwicklungsstrategien unterstützt, die durch einen integrierten und innovativen Ansatz zur Weiterentwicklung des städtischen Umfeld beitragen.
    Zudem wird in Maßnahmen investiert, die zu einer ressourceneffizienten Wirtschaft beitragen und das ökologische Wachstum verbessern. Gefördert werden können ebenfalls Öko-Innovationen und Umweltleistungsmanagement im öffentlichen und im privaten Sektor.
  • Förderung von Arbeit durch Bildung, Ausbildung und Mobilität
    Es werden Projekte gefördert, die den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der Großregion durchlässiger gestalten und den Arbeitskräften und Auszubildenden die Mobilität im Kooperationsraum erleichtern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von gemeinsamen Bildungs-, Berufsausbildungs- und Weiterbildungssystemen.
  • Verbesserung der Attraktivität der Großregion durch die Förderung der sozialen Inklusion
    Gefördert werden können Projekte die den Zugang verbessern zu Nahversorgungs-, Gesundheits-, Sozial-, Kultur-, öffentlichen und Unterhaltungsdienstleistungen. Des Weiteren werden Projekte unterstützt, die die soziale Inklusion verbessern und Maßnahmen gegen Diskriminierung und Armut.