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29.11.2018

2. Veranstaltung der Reihe "Meine Stimme zählt"

"Was für ein Europa wollen wir?"

Am 14. November trafen sich die Schüler aus dem Dreiländereck zum zweiten Mal. In intensiven Diskussionsrunden erarbeiteten sie ihre Vision von Europa. Im Anschluss wurden die Politiker Karl-Heinz Lambertz und Oliver Paasch mit Fragen durchlöchert.

Basierend auf die Fragen und Interessen der Schüler, die sich beim ersten Event im Oktober herauskristallisiert haben, haben die beiden Europe Direct Informationszentren 6 Diskussionstische zu folgenden Themen ins Leben gerufen :

  • Internationale Beziehungen und Erweiterungspolitik
  • Migrations- und Integrationspolitik
  • Das Leben in einer Grenzregion
  • Die EU als Wertegemeinschaft
  • Energie-, Umwelt- und Klimapolitik
  • Zukunft der EU

In drei verschiedenen Runden wurde in jeweils 20 Minuten intensiv die Frage "Was für ein Europa wollen wir" zu den verschiedenen Themen diskutiert. Die Rückmeldung der insgesamt 50 Schüler und Studenten? Ganz klar: Weniger EU ist keine Option, wir brauchen mehr EU in den Bereichen, die mehr als einen Staat betreffen.

Konkret bedeutet dies:

  • Man wünscht sich mehr Aktionen der EU in den Bereichen Energie und Klimaschutz. Man wünscht sich mehr Investitionen in die Forschung alternativer Energien
  • Es braucht eine gemeinsame Asylpolitik und verstärkte Grenzkontrollen. Die EU muss verstärkt in Drittländern agieren um die Gründe, die die Flüchtlingskrise ausgelöst haben anzupacken.
  • Länder, die die Grundwerte der EU nicht respektieren sollten "bestraft" werden, durch den Verlust des Stimmrechtes im Rat, durch den Verlust der EU-Förderungen oder durch wirtschaftliche Sanktionen. Die Strafen müssten auch hart durchgesetzt werden.

Im Anschluss trafen die Teilnehmer bei einem Bürgerdialog auf den Präsidenten des Ausschuss der Regionen, Karl-Heinz Lambertz und den Ministerpräsidenten, sowie Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft europäischer Grenzregionen, Oliver Paasch. Es war die Gelegenheit alle Fragen und Anregungen an die beiden Politiker weiterzureichen. Die Gelegenheit wurde prompt genutzt, um neben europäischen Themen auch lokale Probleme zu hinterfragen, wie zum Beispiel:

  • Warum kostet ein Busticket von Aachen-Eupen mehr als ein Zugticket von Eupen nach Ostende, und wann, bzw. ob sich was an der Situation ändern wird?
  • Wieso ist es so schwer Sanktionen gegen EU-Mitgliedstaaten zu erwirken?
  • Ist der Brexit endgültig und wie ist die Meinung der beiden Politiker dazu?
  • Was tut eigentlich der Ausschuss der Regionen?

Abschließend wurden nochmal die Wünsche der Schüler für die Zukunft der EU und der Grenzregion an die beiden Politiker weitergegeben und es bot sich bei Speiß und Trank nochmals die Möglichkeit für einen kurzen persönlichen Austausch.

Die Ergebnisse der Workshops wurden ebenfalls der EU-Kommission mitgeteilt, sie fließen mit in die aktuelle Debatte zur "Zukunft der EU" und werden den Staats-und Regierungschefs beim Sondergipfel vorgestellt.

 

Nachbericht Europa für Bürger und Bürgerinnen