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1.Transnationaler Dialog zwischen deutschen und belgischen Schülern in Eupen

"Meine Stimme zählt" ging in die 1. Runde!

Am Dienstag, den 9. Oktober 2018 trafen sich 110 Schüler aus dem deutsch-belgischen Grenzgebiet in Eupen zum ersten Transnationalen Dialog. Die Schüler tauschten sich aktiv und kritisch über die Europäische Union aus.

Die Europäische Union im Jahr 2018 - was ist das überhaupt? Wie beeinflusst die EU unser tägliches Leben? Was bedeutet Europa für uns und was halten wir für wichtig? Auf diese und viele andere Fragen fanden die 110 Schüler aus insgesamt sechs Schulen bei der ersten Veranstaltung der Reihe "Meine Stimme zählt" eine Antwort.

Darunter auch 54 Schüler des Robert Schuman Instituts und des César Franck Athenäums. Die ostbelgischen Schulen beteiligten sich aktiv an dem Projekt "European Parliament Ambassador School" (EPAS).

Nach einer kurzen Begrüßung und Erklärung zur Arbeitsweise der Europäischen Union durch zwei Vertreter der EU-Kommission besuchten die Schüler verschiedene Workshops.

In einem Workshop ging es darum herauszufinden welche Aufgaben die verschiedenen europäischen Institutionen bewältigen, wie sie zusammen arbeiten und wie und wer uns in jeder der europäischen Institutionen vertritt. Wie sich schnell herausstellte: Gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten.

Die Schüler sollten in einem weiterem Workshop erläutern, welche Gebiete für sie besonders wichtig sind und inwiefern ihre Prioritäten mit denen der EU-Kommission übereinstimmen. Dabei stellte sich heraus, dass die Bereiche Gleichberechtigung, Bildung, Jugend und Internationale Beziehungen besonders wichtig für die Jugendlichen sind.

Zuletzt wurde eine Europawahl simuliert. Den Schülern wurden die Positionen der acht politischen Gruppen vorgestellt. Nun hatten sie die Qual der Wahl. Das Ergebnis? Wie in der Bildergalerie zu sehen, wären die Grünen und die Linken klar im Vorteil und die aktuelle stärkste Gruppe, die EVP, wäre nur die drittstärkste Kraft.

Im Anschluss an die Workshops fand noch ein Mini-Bürgerdialog mit Judith Schilling von der Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn statt. Die Schüler hatten die Chance alles Mögliche zu fragen: Von "Sollte die Türkei teil der EU werden?" bis hin zu "Warum sollte man wählen gehen, es ist ja bloß eine Stimme". Judith Schilling antwortete souverän auf alle Fragen und gab konkrete Beispiele, die zeigten wie wichtig es ist, besonders für junge Menschen, sich aktiv an Wahlen und Referenden zu beteiligen.

Das nächste Event der Reihe findet am 14. November statt und wird sich rund um die Zukunft der Europäischen Union und ihre Herausforderungen drehen. Anmeldungen werden weiterhin angenommen, mehr dazu in den weiterführenden Links.

Die Teilnahme an den Events ist kostenlos und wird durch die Europe Direct Informationsbüros von Aachen und Ostbelgien gemeinsam organisiert.

Das von der Europäischen Kommission finanzierte Pilotprojekt richtet sich an eine transnationale Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern aus den Regionen Eupen in Belgien und Aachen in Deutschland. Sie werden über den aktuellen Stand der Europäischen Union informiert und diskutieren über mögliche Optionen für ihre Zukunft, die durch die Europawahlen im Jahr 2019 gestaltet
werden sollen.