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Lebhafte Diskussionen beim 2. Mobilitätsworkshop der DG

Ostbelgische Bürger zeigen großes Interesse an Verkehrsthemen

Am 20. April 2016 fand wieder ein Workshop zu Mobilitätsalternativen für den ländlichen Raum statt. Rund 40 Personen kamen zur Abendveranstaltung, um über mögliche Lösungen zu diskutieren.

Wie kann der, in der DG sehr dominante, Pkw ersetzt und den Bürgern ermöglicht werden, sich auch ohne Auto in der DG zu bewegen? Diese Frage stand im Fokus der Veranstaltung.

Verlauf des Workshops

Zu Beginn wurden gute Beispiele vorgestellt und die relevanten Themen angerissen:

  • Europe_Direct_2c
    Die Mobilitätszentrale aus Kall erklärte, wie ihr flexibles Taxibus-System funktioniert.
  • Die Regionalverkehr Köln GmbH stellte alternative Antriebssysteme für Busse vor, die sich für den ländlichen Raum eignen.
  • Ein Vertreter des Wuppertal Instituts referierte zu den Ausgangsbedingungen, Potenzialen und Hemmnissen für Radfahren und Zufußgehen in der DG. Er hatte zur Erstellung eines Energieleitbildes die Verkehrssituation in der DG im Detail untersucht.
  • Die Projektleiterin des Zukunftsprojektes „Energielandschaft Ostbelgien“ stellte die verschiedenen Pisten dar, die die DG derzeit verfolgt.
  • Die Fahrmit VoG erklärte die verschiedenen Projekte und Angebote der Einrichtung.

Nach diesen informativen Impulsreferaten wurden Diskussionsgruppen zu spezifischen Themen gebildet, in denen die Teilnehmer ihre Ideen für Mobilitätskonzepte in der DG einbringen und ihre Erfahrungen teilen konnten.

„Es wird immer voller auf unseren Straßen. Das ist sehr anstrengend und es wird Zeit, dass sich im Verkehrsbereich endlich etwas tut!“, sprach ein Teilnehmer vielen Menschen aus dem Herzen.

Die Präsentationen stehen Ihnen unter ‚Downloads‘ zur Verfügung. Dort finden Sie auch das Energieleitbild der DG mit 11 Maßnahmenvorschlägen im Verkehrsbereich.

An Interesse fehlt es nicht

Der Austausch zeigte wieder einmal, wie groß das Interesse am Thema ist, aber auch, dass die Bürger über viel Wissen verfügen und es viele konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation in der DG gibt.

Die Ideen aus den Workshops wurden am Ende der Versammlung für alle Teilnehmer zusammengefasst. Diese Projekt- und Ideensammlung soll Grundlage einer Arbeitsgruppe sein, die sich regelmäßig mit den Themen weiterbeschäftigen will. Interessierte, die sich an den weiteren Mobilitäts-Aktivitäten beteiligen möchten, können sich gerne im Ministerium melden (siehe ‚Ansprechpartner‘).

Einige Zahlen zu Belgien

 

Jeden Tag fahren die Belgier mit dem eigenen Auto insgesamt 210 Millionen Kilometer oder 5240 Mal um die Erde. Laut der letzten umfassenden Studie des Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2011 setzen sich sieben von zehn Arbeitnehmern in ihren Pkw, um zur Arbeit zu fahren. Jeder 10. nimmt den Zug, 9% steigen aufs Fahrrad, 6% nutzen Busse und Bahnen und nur 3,5% bilden Fahrgemeinschaften.

Mobilitätsworkshop am 20.04.16