7. Zyklus des EU-Jugenddialogs

Erlebnisbericht: Ostbelgier ziehen Fazit zur EU-Jugendkonferenz in Zagreb

Diese fand vom 9. bis 11. März in Zagreb (Kroatien) statt. Aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben Marie Dolders (Mitglied der nationalen Arbeitsgruppe des EU-Jugenddialogs) und Lena Pankert (Ministerium) teilgenommen.

Worum ging es?

Marie Dolders und Lena Pankert

Die Konferenz trug den Titel „Chancen für die Jugend auf dem Land - Wie kann die Nachhaltigkeit ländlicher Gemeinden in der EU sichergestellt werden?“. Marie und Lena haben auf der Konferenz die Anliegen und Forderungen von jungen Menschen aus Ostbelgien in die Diskussionen mit einfließen lassen. Diese wurden im Sommer 2019 mit Hilfe einer großen Befragung erfasst.

Die Befragungsergebnisse aller Mitgliedstaaten wurden auf EU-Ebene gesammelt und mit politisch Verantwortlichen bei der EU-Jugendkonferenz diskutiert. Ziel: die Anliegen und Meinungen junger Menschen bei politischen Entscheidungen mitberücksichtigen.

Was kam dabei heraus?

 

Trotz des EU-weiten Engagements für die Entwicklung des ländlichen Raums bestehen weiterhin Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Es ist daher wichtig, Gleichberechtigung zwischen jungen Menschen in städtischen und ländlichen Gebieten sicherzustellen.

Hierzu wurden von den Jugendvertreter in Form von Workshops u.a. die folgenden Empfehlungen erarbeitet:

  • angemessene Infrastruktur in ländlichen Gebieten sicherstellen, um eine gerechte Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen, Internetanbindung und Wohnmöglichkeiten für junge Menschen zu gewährleisten
  • sicherstellen, dass zukunftsfähige, hochwertige Arbeitsplätze für junge Menschen im ländlichen Raum geschaffen werden
  • sicherstellen, dass dezentral verschiedene Aktivitäten von, für und mit jungen Menschen stattfinden, damit sie inklusiv sind und die Gemeinden vor Ort davon profitieren
  • sicherstellen, dass junge Menschen in ländlichen Räumen aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligt sind
  • sicherstellen, dass junge Menschen in ländlichen Räumen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung haben.
  • ein positives Bild des ländlichen Raums schaffen
  • die Wahrung ländlicher Traditionen sicherstellen

Wie geht es weiter?

Sowohl die Auswertung der Befragungsergebnisse als auch die Schlussfolgerungen der EU-Jugendkonferenz wurden im Anschluss auf der zweitägigen Direktorenkonferenz in Zagreb den politisch Verantwortlichen vorgestellt und diskutiert.

Im Rahmen der Direktorenkonferenz brachte der belgische Beitrag u.a. folgende Punkte in den Dialog mit den übrigen Mitgliedstaaten ein:

  • ein integrierter Beratungsansatz, bei dem junge Menschen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt unterstützt werden. Dies erfordert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren.
  • faire Chancen und ein unterstützendes Netzwerk für junge Arbeitnehmer, einschließlich Entwicklungschancen und Feedback von ihren Arbeitgebern

Alle Empfehlungen werden in einem nächsten Schritt der EU-Ratsarbeitsgruppe Jugend vorgestellt, die diese wiederum in eine „Ratsschlussfolgerung zur Verbesserung der Möglichkeiten von Jugendlichen im ländlichen und abgelegenen Raum“ mit einfließen lassen wird.