Ein Blick zurück

Sieben Jahre "Erasmus+" in Ostbelgien

Seit 2014 verwaltet die Nationalagentur Jugendbüro das EU-Förderprogramm "Erasmus+" in Ostbelgien. Da das Nachfolgeprogramm schon in den Startlöchern steht, wurde das aktuelle Programm evaluiert.

In Belgien wird das europäische Förderprogramm „Erasmus+“ zum jetzigen Zeitpunkt von fünf Nationalagenturen verwaltet.

  • in der Flämischen Gemeinschaft von der NA EPOS (Bildung) und NA JINT (Jugend)
  • in der Französischen Gemeinschaft von der NA AEF (Bildung) und NA BIJ (Jugend)
  • in der Deutschsprachigen Gemeinschaft von der NA Jugendbüro (Bildung & Jugend)

Seit Beginn des Erasmus+ Programms im Jahr 2014 nimmt das Jugendbüro der Deutschsprachigen Gemeinschaft VoG die Funktion der Nationalagentur wahr. Das Jugendbüro war bereits im Vorgängerprogramm “Jugend in Aktion” Nationalagentur für den Jugendsektor in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und hat mit Beginn von Erasmus+ diese Funktion auch für den Bildungssektor übernommen.

Daneben fungiert das Jugendbüro auch als nationale Koordinationsstelle für “eTwinning”, “Europass”, “Youthpass” und “EPALE” sowie „Eurodesk“ (wahrgenommen vom Jugendinformationszentrum St. Vith) und erfüllt noch andere, von Erasmus+ unabhängige Aufgaben in der Jugendpolitik der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Evaluation

Da ab Januar 2021 das Nachfolgeprogramm Erasmus+ für eine Laufzeit von sieben Jahren starten soll, hat das Jugendbüro untersucht, wie das aktuelle Förderprogramm in Ostbelgien genutzt wird.

In der Programmphase 2014-2020 hat die Europäische Kommission dem Jugendbüro für Erasmus+ Projektmittel in Höhe von circa 8,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

In den letzten sechs Jahren

  • wurden insgesamt 70,66% der Fördermittel von Einrichtungen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft abgerufen;
  • sind 157 Projekte in Ostbelgien mit EU-Mitteln finanziert worden;
  • konnten 86,84% der beim Jugendbüro eingereichten Anträge bewilligt werden;
  • haben insgesamt 1.871 Mobilitäten (Aufenthalte im Ausland) stattgefunden mit insgesamt 2.180 Teilnehmern.

Zukunftspläne

Für die neue Programmphase 2021-2027 möchte das Europäische Parlament das zur Verfügung gestellte Budget verdoppeln oder sogar verdreifachen. Für die Deutschsprachige Gemeinschaft würden dann aus etwa neun Millionen Euro an Fördermitteln knapp 27 Millionen Euro. Für das Jugendbüro ist es eine große Herausforderung, dieses Geld zu nutzen, um die hiesige Jugend- und Bildungspolitik bestmöglich zu fördern.

Das Jugendbüro muss nun überlegen, wie die Bereitschaft von Einrichtungen, Projekte im Rahmen der EU-Programme durchzuführen, gefördert werden kann. Hierzu hat das Jugendbüro zahlreiche „Baustellen“ identifiziert und am 23. Januar 2020 in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses II und des Ausschusses III vorgestellt.

Für weitere Informationen zu Erasmus+ Fördermöglichkeiten in Ostbelgien steht Ihnen das Jugendbüro zur Verfügung.