7. Zyklus des EU-Jugenddialogs

Erlebnisbericht - Direktorentreffen in Finnland

Vom 8. bis zum 10. Oktober 2019 fand im Jugendbereich die Direktorenkonferenz in Finnland statt. Aus Ostbelgien reiste Lena Pankert, Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, nach Helsinki.

Teilnehmer der Direktorenkonferenz

An der EU-Jugendkonferenz in Helsinki nahmen zwei Vertreter aus Ostbelgien teil. Die Jugendlichen befassten sich vor ihren Sommerferien mit der Frage: "Wie sollen sich die Kompetenzen von Jugendarbeitern und deren Ausbildung weiterentwickeln?".

Seit rund drei Monaten arbeiten die Mitglieder der Ratsarbeitsgruppe Jugend mit den Handlungsempfehlungen der Jugendlichen. Sie sind zur Zeit damit beschäftigt, entsprechende Schlussfolgerungen für die Mitgliedstaaten zu verfassen. Bevor die Jugendminister diese Ratsschlussfolgerungen Ende November annehmen, fand Anfang Oktober die Direktorenkonferenz statt.

Worum ging es bei der Konferenz?

Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Umsetzung der EU-Jugendstrategie (2019-2027). Insbesondere ging es um die Ziele im Zusammenhang mit der Informationsbeschaffung über den Jugendsektor in der EU, die Kompetenzen der Jugendarbeiter, die allgemeine und berufliche Bildung der Jugendarbeiter sowie die Digitalisierung.

Man stellte den Konferenzteilnehmern verschiedene Beispiele guter Praxis vor, die beispielsweise für die ostbelgische Jugendpolitik als Inspiration dienen könnten. Für das REK III Projekt zur digitalen Jugendarbeit könnte beispielsweise das KEKS-System zur Dokumentation der offenen Jugendarbeit interessant sein. Das System nutzt man bereits in Finnland, Schweden, Slowenien und Irland zur Dokumentation der täglichen Aktivitäten in Jugendzentren. Mit Hilfe der Daten kann man unter anderem Sozialraumanalysen per Mausklick generieren.

Was steht an?

Der finnische Ratsvorsitz legt den Jugendministern am 22. November 2019 die folgenden Ratsschlussfolgerungen zur Annahme vor:

  • Schlussfolgerungen des Rates zur allgemeinen und beruflichen Bildung von Jugendarbeitern
  • Schlussfolgerungen des Rates zur digitalen Jugendarbeit

Ab Januar 2020 übernimmt Rumänien die Ratspräsidentschaft und bearbeitet unter anderem das Thema: „Möglichkeiten für junge Menschen in abgelegenen und ländlichen Gebieten“.

Die Jugendministerkonferenz im November kann man live mitverfolgen. Den Livestream finden Sie unter den beigefügten Links. Anfang März findet erneut eine europäische Jugendkonferenz statt. Weitere Informationen werden zeitnah auf der Internetseite des Jugenddialogs veröffentlicht. 

Was ist der EU-Jugenddialog?

Junge Menschen setzen sich gemeinsam mit Entscheidungsträgern an einen Tisch, um sich zu bestimmten Fragestellungen auszutauschen. Sie sammeln Empfehlungen für die zukünftige Jugendpolitik. In "Nationalen Arbeitsgruppen" bearbeiten sie die Themen. Die Ergebnisse stellen die Jugendvertreter der einzelnen Länder auf Jugendkonferenzen vor und erarbeiten eine gemeinsame Stellungnahme.