WiFi4EU: Projektaufruf geht in die zweite Runde!

Freies W-LAN für alle!

Städte und Gemeinden können sich ab sofort für EU-finanzierte Internet-Hotspots registrieren.

Die Europäische Kommission hat 2018 das WiFi4EU-Webportal gestartet. Seither können sich Städte und Gemeinden in ganz Europa auf dem Portal registrieren.

Gutscheine

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Das Programm WiFi4EU bietet Städten und Gemeinden Gutscheine im Wert von 15.000 EUR. Diese dienen dazu, Wi-Fi-Hotspots einzurichten und Wi-Fi-Geräte (drahtlose Zugangspunkte) anzuschaffen. Wo? In öffentlichen Räumen wie Bibliotheken und Museen, in Parks und auf Plätzen, kurzum dort, wo sich das örtliche öffentliche Leben abspielt.

Dafür stehen bis 2020 120 Millionen EUR aus dem EU-Haushalt zur Verfügung. Dieses Geld reicht für bis zu 8000 Gemeinden in allen Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und Island.

Die Kosten, um das Netz zu betreiben und warten, tragen die Gemeinden selbst.

Antrag in drei Phasen

  • Registrierungsphase: Seit dem 20. März 2018 können sich Städte und Gemeinden auf dem WiFi4EU-Portal registrieren.
  • Bewerbungsphase: Ab 4. April 2019 um 13.00 Uhr wird die zweite Aufforderung veröffentlicht. Dann können sich die registrierten Gemeinden für einen von 3.400 WiFi4EU-Gutscheinen (Wert jeweils 15 000 EUR) bewerben. Die Gutscheine werden so vergeben, wie Bewerbungen eingehen.
  • Zuteilungsphase: Die Kommission gibt die 3.4000 Gemeinden bekannt, die Mittel im Rahmen der ersten Aufforderung zur Bewerbung erhalten. Dabei wahrt sie die geografische Ausgewogenheit. Jedes teilnehmende Land erhält mindestens 15 Gutscheine.

In den kommenden zwei Jahren erfolgen drei weitere EU-Aufforderungen, um sich zu bewerben.

WiFi4EU-finanzierte Netze werden kostenlos und werbefrei sein und keine personenbezogenen Daten abgreifen. Die Mittel werden nur bereitgestellt, wenn in demselben öffentlichen Raum noch keine unentgeltlichen privaten oder öffentlichen Angebote ähnlicher Qualität bestehen.

Die WiFi4EU-Initiative kündigte Präsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union im September 2016 an. Sie ist Teil der ehrgeizigen Überarbeitung der EU-Telekommunikationsvorschriften. Dazu gehören auch neue Maßnahmen, um den wachsenden Bedarf an Internetanbindung innerhalb der EU zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern.