Gipfel der Großregion

Startschuss der saarländischen Gipfelpräsidentschaft

Zum 30. Januar 2019 übernahm das Saarland den Vorsitz des Gipfels der Großregion. Seit der Auftaktveranstaltung am 25. März kann nun "die Großregion gemeinsam vorangebracht werden".

„Fish Bowl Diskussion“

In dieser Form stellten sich Vertreter des Gipfels kritischen Fragen und konstruktiven Vorschlägen der jungen und älteren Generation. Über hundert Bürger aus allen Teilregionen nahmen teil, um IHRE Großregion mitzugestalten. Die Veranstaltung im Konferenzgebäude des Saarländische Rundfunks setzte gleich zwei Ziele der neuen Gipfelpräsidentschaft um:

  • Bürgerinnen und Bürger mitnehmen
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  • ihnen die Chancen dieser europäischen Grenzregion besser verdeutlichen.

„Die Mitwirkung und Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der jungen Generation, ist das Kernelement, welches unsere Großregion stark und zukunftsfähig macht. Wir wollen kein Ort der Grenzen und der Fremde sein, sondern ein Zentrum der Begegnung, der Freundschaft und des Zusammenhalts. Grenzregionen sind nicht zuletzt Chancen-Regionen.“, so der saarländische Ministerpräsident.

Diese Chancen sollen nicht nur für alle Bürger nutzbar sein, sie sollen auch von ihnen mitgestaltet werden – im sportlichen, kulturellen, schulischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich.

Die Dynamik und Einbeziehung der vielen Akteure in diesen Prozess, durch Begegnung, Partizipation und Dialog, sollen den spezifischen Ansatz darstellen, mit dem das Saarland als Vorsitz im Gipfel der Großregion in den kommenden 24 Monaten alle engagierten Bürger, Institutionen und Strukturen – darunter auch Gremien wie der Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR) und der Interregionale Parlamentarierrat (IPR) – einladen will, die „Großregion gemeinsam voranzubringen“.

Die Großregion ist eine Keimzelle und ein Inkubator für Europa

Warum? Aufgrund ihrer Vergangenheit, der heutigen Realitäten und ihres Anspruchs an die Zukunft. Mit 230.000 Grenzgängern ist sie die „Europäische Grenzgängerregion Nummer 1“ – ein Europa im Kleinen.

In dieser Rolle ist es gerade in den heutigen Zeiten von enormer Bedeutung, den Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union und den Mehrwert Europas zu verdeutlichen. Die Großregion ist gefragt:

  • ihre Erfahrungen zu teilen
  • bei der Bewertung europäischer Themen ausgewogen und auf Grundlage langer Erfahrung mitzuwirken
  • ihre konkreten Erwartungen für eine zukunftsfähige EU einzubringen.

Die gemeinsamen Bemühungen des Gipfels der Großregion zeigen, dass alle Partner den politischen Willen zur Zusammenarbeit, Abstimmung und Integration haben. Auf freiwilliger Basis und unter gemeinsamer Verantwortung möchten sie die Großregion zu einem europäischen Modellraum heranwachsen lassen.

Die immense Wichtigkeit der Region wurde auch in einer gemeinsamen Erklärung der Gipfelländer gewürdigt, die nicht nur die vergangenen Erfolge resümiert, sondern insbesondere auch einen Ausblick in die Zukunft bieten soll. Eine Zukunft, welche von der Mitbestimmung und den Ideen aller leben soll. Hierzu laden die Gipfelpartner unter dem Motto „Europa leben“ in den kommenden Jahren gemeinsam ein.

Der Gipfel im Detail
 
Der Gipfel setzt sich aus den Chefs der Exekutiven der jeweiligen Teilregionen zusammen und regt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit an. Er wird von den persönlichen Beauftragten und dem Gipfelsekretariat begleitet. Die Arbeitsgruppen stellen die operative Umsetzung der Zusammenarbeit sicher. 

 

Startschuss der saarländischen Gipfelpräsidentschaft