29.06.2018

Gipfel der Großregion

Zwischengipfel der Großregion

Am 21. Juni fand im Rahmen des grenzüberschreitenden Wirtschaftsforums „Greater Region 4.0. - The Greater Region goes digital“ der Zwischengipfel der Exekutiven der Großregion in der Handelskammer Luxemburg statt.

Wie bereits beim Treffen im Februar 2018, stellte die Europäische Union das Hauptgesprächsthema dar. Die Exekutiven betonten die Wichtigkeit, die europäische Kohäsionspolitik mit konkreten Projekten zu begleiten. In diesem Sinne haben sie eine gemeinsame Erklärung angenommen, die die Kandidatur der Universität der Großregion (UniGR) unterstützt, Teil des Pilotprojektes „Europäische Universität“ zu werden.

Wichtigkeit der Kooperationsprojekte

Die Unterstützung zur Einführung von grenzüberschreitenden Mikroprojekten im Raum der Großregion wurde ebenfalls angesprochen und von den Mitgliedern des Gipfels nachdrücklich unterstützt. Sie unterstrichen den Mehrwert dieser niederschwelligen Kooperationsprojekte für die Bürger, die auf diese Weise in vielen Bereichen zu integrierten Akteuren der grenzüberschreitenden Kooperation werden, insbesondere in der Wirtschaft, dem Hochschulwesen, der Umwelt, der Gesundheit und der Mobilität.

Die Mitglieder des Gipfels nahmen ebenfalls die gemeinsame Stellungnahme der für die Agrikultur und ländliche Entwicklung zuständigen Minister und politischen Verantwortlichen der Großregion an, das Budget für die GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) auf dem aktuellen Niveau der 27 Mitgliedstaaten beizubehalten. Sie sprachen sich klar und deutlich für die Beibehaltung des Zweisäulen-Prinzips bezüglich der Solidarität der Europäischen Union mit ihren Landwirten und des Beitrags der Union zur Entwicklung des ländlichen Raums sowie der Einführung von administrativen Vereinfachungen aus.

Kooperationsagenda

Die Kooperationsagenda auf dem Gebiet der Großregion markierte den zweiten Höhepunkt des Treffens. In diesem Rahmen verabschiedeten die Exekutiven zunächst die Charta für den Wald, die am 29. Juni 2018 auf der Landwirtschaftsmesse in Ettelbrück unterschrieben wird.

Im Bereich der Jugend begrüßten die Gipfelmitglieder die Schaffung eines Pilotprojektes „Strategisch Europäischer Freiwilligendienst in der Großregion“. Das Ziel besteht darin, den Freiwilligen Lernmöglichkeiten zu bieten, den Austausch und das Verständnis unter den Jugendlichen zu fördern und das Betätigungsfeld in den verschiedenen Bereichen zu diversifizieren. Wie beispielsweise:

  • in der Ökologie;
  • dem Sozialen;
  • dem Sport;
  • der Kultur und
  • der Bewahrung des kulturellen Erbes.

In Bezug auf den Transport informierte die luxemburgische Präsidentschaft die Partner über die Mobilitätsstrategie MoDu 2.0, deren Grundprinzipien in der Multimodalität, der Verstärkung des öffentlichen Transports und dessen aktiver Nutzung liegen.

Eine umfassende Tischumfrage ermöglichte abschließend den Austausch über Kooperationsperspektiven, die sich durch die aktuelle digitale Revolution eröffnen. Die Partner haben ihre Prioritäten zusammengefasst und stellten Beispiele von Best Practices vor, die auf großregionaler Ebene übernommen werden könnten. Der Austausch über dieses Thema wurde im Laufe des Arbeitsessens mit den Mitgliedern des Kollegs der Handels- und Industriekammern der Großregion fortgeführt.

Der Zwischengipfel in Bildern