19.1.2018

EU befragt Bürger

Mitreden, wenn die Europäische Union viel Geld ausgibt

Näher heran an das, was wirklich wichtig ist: Die EU befragt ihre Bürger online, welche Erfahrungen und Wünsche in die künftigen Förderaktivitäten einfließen sollen. Verwaltungsaufwand für Projekte soll verringert werden.

Auch wenn man es nicht immer auf den ersten Blick sieht: Zahlreiche Angebote, die unseren Alltag prägen, gehen auf finanzielle Förderung durch die Europäische Union zurück. Gerade in Bereichen wie Kultur, Bildung und Mobilität unterstützt die EU Initiativen, Organisationen

und Projekte, die Bestehendes verbessern oder Neues ausprobieren möchten.

Was ist wirklich wichtig?

Gegenwärtig stellt die Europäische Kommission den Finanzrahmen für die Zeit nach 2020 auf. Dabei möchte sie unbedingt darauf achten, die verfügbaren Fördermittel auf wirklich wichtige Bereiche zu konzentrieren - das sind immer auch Bereiche, in denen die EU mehr bewirken kann als es die einzelnen Mitgliedsstaaten alleine könnten.

Um die künftigen Fonds und Förderprogramme entsprechend zuzuschneiden, möchte die Kommission von den Bürgern und Organisationen erfahren, was für sie vordringlich ist. Deshalb sind alle eingeladen, den Fragebogen zu beantworten, der ganz unkompliziert online verfügbar ist oder auch als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Dabei kann jeder Teilnehmer selbst entscheiden, ob seine Angaben bei der Auswertung bzw. der Veröffentlichung anonymisiert werden sollen.

Bei der Befragung sind die Teilnehmer aufgefordert, die bisherige Förderpraxis zu bewerten und konkrete künftige Aktivitäten vorzuschlagen.

Förderanträge sollen einfacher werden

Befragt werden die Bürger aktuell dazu, wie in folgenden Bereichen gefördert werden sollen: Allgemeine und berufliche Bildung, europäische Werte, Mobilität, kulturelle Vielfalt, Grundrechte, ein europäischer Rechtsraum, digitale Kompetenzen, Kreativwirtschaft sowie ein europäisches historisches Gedächtnis.

Aufgefordert sind die Teilnehmer dabei auch, die bisherige Förderpraxis zu bewerten und konkrete künftige Aktivitäten vorzuschlagen. Gefragt wird zudem gezielt, auf welche Weise für EU-Projekte der Verwaltungsaufwand minimiert und die Antragstellung erleichtert werden kann.