REK-Zukunftskongress mit 160 Teilnehmern ein voller Erfolg

Welche Zukunft für Ostbelgien?

Am 19. April tauschten sich Vertreter aus Politik und Ministerium mit Akteuren der Gesellschaft und namhaften Experten über eine Zukunftsvision für Ostbelgien aus. Die Resultate sollen in das REK III einfließen.

Anerkannte Experten aus dem europäischen Ausland lieferten neue Impulse zu verschiedenen Themen rund um das Regionale Entwicklungskonzept, kurz REK. Rund 160 Teilnehmer lauschten ihnen am 19. April im Kloster Heidberg.

Auswertung und Inspiration

Seit nunmehr acht Jahren gilt das REK als strategischer Fahrplan der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Um es zu erarbeiten, wurden systematisch ostbelgische Bürger, Sozialpartner, Institutionen, Vereinigungen und Organisationen sowie die neun Gemeinden einbezogen.

Die zweite Umsetzungsphase mit ihren 24 Zukunfts- und 3 Querschnittsprojekten läuft 2019 aus. Zeit also, auszuwerten und sich Inspiration für die dritte Phase zu holen.

Institutionalisierung der Bürgerbeteiligung

Das REK schreibt Bürgerbeteiligung groß. In Baden-Württemberg ist sie inzwischen sogar gesetzlich Pflicht. Fabian Reidinger (Staatsministerium Baden-Württemberg) ging in seinem Impulsreferat darauf ein, wie der Protest gegen das Bahnhofsprojekt in Stuttgart letztlich bei Politik und Verwaltung das Bewusstsein schärfte, den Bürger bei wichtigen Entscheidungen einzubinden. Er erklärte, wie die so genannte „Politik des Gehörtwerdens“ daraufhin in Baden-Württemberg institutionalisiert wurde.

„Inwertsetzung“ von Regionen

REK-Zukunftskongress

Josef Ober, Bürgermeister der österreichischen Stadtgemeinde Feldbach und überzeugter Förderer von Regionen, ging in seinem Referat darauf ein

  • wie sich eine Region „in Wert setzen“ kann
  • wie sie ihre Zukunft somit selber gestalten kann.

Er tat das am Beispiel des Steirischen Vulkanlandes, zog Parallelen zu Ostbelgien und zeigte Potenziale auf. Er lobte die Deutschsprachige Gemeinschaft gleichzeitig auch für die Einführung der Standortmarke Ostbelgien.

Sechs Workshops

Nachmittags teilten sich die Teilnehmer auf sechs Workshops auf, wo sie nach einem Inputreferat die Möglichkeit hatten, sich zu folgenden Themen auszutauschen:

  1. Bildungsmanagement vor Ort gestalten - das Beispiel der StädteRegion Aachen (mit Gabriele Roentgen und Dr. Sascha Derichs, StädteRegion Aachen)
  2. Intelligente regionale Gesundheitsnetzwerke - ein neues Organisationsmodell des Gesundheitswesens. Das Modell Gesundes Kinzigtal (mit Ingo Meyer, Gesundes Kinzigtal)
  3. Regionale Baukultur und Tourismus: Potenziale erkennen - Perspektiven nutzen (mit Tina Hörmann, Architekturbüro Heinz Jahnen Pflüger und Karsten Palme, COMPASS GmbH)
  4. Wie kann Arbeitsvermittlung über Grenzen und Systeme hinweg gelingen? (mit Horst Sahrbacher, Agentur für Arbeit Offenburg)
  5. Jugendarbeit - Quo vadis? - Jugendarbeit im Wandel der Zeit und im Kontext von fachübergreifender Jugendpolitik 2020 und darüber hinaus (mit Manfred Zentner, Donau-Universität Krems)
  6. Wer sind die „schwer erreichbaren Eltern“? Niedrigschwellige Elternbildung am Beispiel des Papilio-ElternClubs (mit Heidi Scheer, Papilio e.V.)

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in den weiterführenden Links und im Downloadbereich.

Zukunftskongress 2017